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An der Abbruchkante des Maloja Passes zum Bergell steht der Belvedere Turm und überschaut das Tal. 1882 im Bau begonnen und als Privatschloß des Grafen Renesse geplant, wurde er 1904 mit anliegenden Gebäudeteilen als
Hotel Nuovo Albergo Castello eröffnet. Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Anlage zum Knaben und Mädchen Institut. Heute steht nur noch der Turm erhalten da. Die anderen Gebäudeteile existieren nurmehr als Ruinen.
Neben dem Turm liegt ein Raum, dessen Seitenwände als Ruinenreste erhalten sind , dessen Decke jedoch fehlt. Auf der Südseite des Raumes befindet sich ein altes Steinfenster mit einer grandiosen Aussicht über das
Bergell.
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Dieses rudimentär erhaltene „Zimmer mit Aussicht“ möchte ich neu „einrichten“ und wieder als Unterkunft nutzbar machen. Wie eine Art Möbel werden drei einfache Kabinen in diesen Raum
installiert. Sie bieten jeweils Unterkunft und Schlafmöglichkeiten für zwei Personen. Mit einfachsten Mitteln auf geringstmöglichem Raum eingerichtet können Besucher sich hier kostenfrei einmieten. Die Entwürfe für
die Hütten wurden mit drei Architekten zusammen erarbeitet: Hanns-Jochen Weyland (Büro Tetrarch aus Hamburg), Craig Dykers (Mitbegründer und Geschäftsfürer von Snøhetta Architects Oslo) und Armando Ruinelli
(Ruinelli Associato aus dem Bergell). Die Architekten entwickeln jeweils eine der Hütten. Als Maßgabe gelten: einfachste und günstigste Materialien, in kurzer Zeit von wenigen Leuten baubar, möglichst wenig Raum
aufs effektivste genutzt, Platz für zwei Personen zum Schlafen, keine Elektrizität und kein fliessend Wasser. Die Kabinen werden sowohl als eigenständige Skulpturen und Architekturzitate funktionieren, als auch ganz
praktisch als ungewöhnliche Aufenthalts- und Übernachtungsorte für Besucher. Für das Projekt ARTE BREGAGLIA wurden die Entwürfe als Modelle im Maßstab 1:20 gebaut und vor Ort mit einer Überdachung präsentiert.
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