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In dem Ausstellungsraum der DIDI-Gallery wurde ein vor Ort übliches Baugerüst aus Holz aufgebaut. Solche Gerüste dienen normalerweise dazu, Aussenfassaden von großen Gebäuden zu renovieren. Sie sind aus
mitteleuropäischer Sicht abenteuerlichste Konstruktionen und entsprechen in keinster Weise unseren Sicherheitsvorstellungen. Am Eröffnungsabend nutzte der Künstler das Gerüst nun im Innenraum und renovierte (remont
ist das georgische Wort für renovieren) eine Wand der Galerie und strich sie weiß, obwohl sie schon vorher weiß war. Zum Schluß wurde das Gerüst komplett abgebaut und der Raum verblieb vollkommen leer. Die Aktion
spielte mit tradierten Sichtweisen auf das jeweils sogenannte Exotische, dem Sinn oder Unnsinn von öffentlich geföderten kulturellen Austauschprojekten von zentraleuropäischen Ländern und sogenannten “armen”
Drittländern wie Georgien, aber auch mit der ganz persönlichen Erfahrung vor Ort.Zudem bezog sie sich auch auf ein Vorkommnis in der jüngsten Vergangenheit in Georgien: Als George W. Bush 2004 die Hauptstadt
besuchte, ließ der georgische Präsident kurzerhand sämtliche Häuserfassaden auf Bushs Weg vom Flughafen zum Parlament renovieren. Es wurden aber nur die Vorderfronten neu gestrichen. Potemkinsche Dörfer 2004.
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